|
Schuhe
Den
„Urschuh“ an sich gibt es nicht, weil die klimatischen Bedingungen in
den verschiedenen Teilen der Erde im Bezug auf die Notwendigkeit von
Fußbekleidung in Form von Schuhen doch recht unterschiedlich waren von
Menschheitsgeschichte an. Im Regionen, wo es klimatisch kälter war,
wickelte man sich vermutlich Tierfelle um die Waden und Füße, was als
Vorläufer der Stiefel gelten kann. Denn auch diese Art von Schuhen
trägt man heute noch vornehmlich im Winter und zwar zum Teil in
gefütterter Form. Der Fußsack hingegen gilt als Vorläufer der
Mokassin, die man auch heute noch trägt. Palmblätter als Sohlen
hingegen waren die Vorläufer der Sandalen, die in unser Zeit heute in
den Sommermonaten getragen werden. Ihren Ursprung haben Sandalen dabei
wohl in den wärmeren Regionen dieser Erde.
Die Zeit, in der Menschen Schuhe bereits kannten und anlegten, machten
Forscher aufgrund von Knochenfunden im mittleren Paläolithikum, also
vor rund 40.000 Jahren fest. Jedenfalls in unserem Kulturkreis ist das
Tragen von festen Schuhen nahezu unentbehrlich, wobei es noch bis zur
Mitte des 20. Jahrhunderts dabei nicht selbstverständlich war, dass
jedes Mitglied einer Familie Schuhe hatte. Insbesondere die
Landbevölkerung war nämlich arm und konnte daher nicht alle ihren
Kindern jedes Jahr neue Schuhe kaufen. Jüngere Geschwister müssen aber
auch heute noch abgelegte Schuhe ihrer älteren Geschwister tragen. Die
Auswahl an Schuhe ist dabei riesig und reicht von den Klassikern unter
den Schuhe bis hin zu Hightechschuhen für spezielle Sportarten. |