|
Uhren
Der
Wunsch der Menschen die Zeit zu messen, ist so alt, wie die
Menschheitsgeschichte selbst. Während in vorhistorischer Zeit für die
Zeitmessung Sonne, Mond und Sterne herangezogen wurden, nutzte man ab
dem 3. Jahrhundert v. Chr. schon die ersten Uhren, und zwar in Form
der Sonnenuhren. Wasseruhren gab es dann ab dem 2. Jahrhundert v. Chr.
Aber auch danach blieb die Entwicklung nicht stehen. Aber noch immer
keine mechanischen Uhren erfunden nutzten dann ab 900 n. Chr. die
Menschen in Europa schließlich Kerzenuhren. Was damals schon eine
Revolution war, denn diese Uhren konnten schließlich auch unabhängig
von der Tageszeit genutzt werden. Noch einmal aber 400 Jahre später
wurden die ersten Räderuhren konstruiert und eingesetzt. Die erste
mechanische Uhr letztlich fand erstmals im Jahr 1335 eine urkundliche
Erwähnung. Es handelte sich dabei um ein Zeitmessgerät
in der Kapelle des
Palastes der Visconti in Mailand. Der Durchbruch der mechanischen
Uhren kam jedoch erst noch einmal rund 100 Jahre später im Jahr 1427,
als von Heinrich Arnold die Uhrfeder erfunden wurde. Die ersten Uhren
wurden dann an Kirchen und Klöstern angebracht, die sich auch an einem
zentralen Platz im Dorf, bzw. der Stadt befanden. Sie dienten dabei
neben der persönlichen Zeitmessung für jeden einzelnen Bewohner auch
durch ihr Läuten den Gläubigen als Ruf für den Gang in die Kirche.
Genutzt wurde vielfach aber auch in dieser Zeit die Sanduhr. 1510
schließlich wurde durch die Erfindung der Taschenuhr ein weiterer
Lebensbereich – nämlich die Zeitmessung und damit die Möglichkeit der
Einhaltung von Terminen auch wenn man sich außerhalb der Reichweite
der Kirchenuhr befand – regelrecht mobiler. |